Kirche 1897 eingeweihnt

Mit dem starken Wachstum der Aussenquartiere rund um die Stadt Bern in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts reichten die drei evangelisch-reformierten Kirchen, das Münster, die Nydegg-  und die Heiliggeistkirche nicht mehr aus, um allen  regelmässigen Gottesdienstbesuchern genügend Raum zu bieten. Daher wurden im sog. Nordquartier bereits im Jahr 1872 ein Kirchenbauverein gegründet und ein Fonds zum Bau der neuen Lorraine-Kirche eingerichtet, denn für diesen ersten Kirchenbau ausserhalb der Altstadt war ursprünglich eine Liegenschaft an der Lorrainestrasse vorgesehen. Die konkrete Planung setzte 1888 ein. Den Auftrag erhielten die Architeketen Robert Curjel & Karl Moser, die damals ein gemeinsames Büro in Karlsruhe führten. .

Mosers Entwurf entsprach allerdings noch nicht dem in den Jahren 1891-93 unter der Bauleitung des Berner Architekten Rudilf Ischer ausgeführten Bau. Da inzwischen auch das entgültige Grundstück an der Ecke Breitenrainstrasse/Wylerstrasse gefunden worden war, hatte Moser sein eingereichtes Projekt umgearbeitet. Die danach gebaute Kirche besass bereits das einschiffige Langhaus mit steilem Satteldach und den polyggonal abgeschlossenen Querarmen, hatte iedoch keinen Chor. Der in die südwestliche Ecke eingestellte Glockenturm durchbrach als einziges Element die Symmetrie des Baus und wurde zum point de vue sowohl von der Breitenrain- als auch von der Spitalackerstrasse aus, wodurch der Kirche , die auf leicht erhöhtem Terrain steht, auch heute noch eine bedeutende städtebauliche Funktion zukommt.